
Lange hat es bei mir im Regal gestanden, nur kurz angezockt und nicht weiter beachtet. World of Warcraft und mein DS haben verhindert, dass der neue Teil der Resident Evil-Reihe (oder Biohazard als Originaltitel) die Aufmerksamkeit von mir bekam, die es verdiente. Seit ein paar Tagen hat es dann doch nochmal Platz in meiner PS3 gefunden und was soll ich sagen? Ich sitze nurnoch davor. Ich sehs wieder kommen und ich habe es schneller durch als mir lieb ist, und dann ist der Spaß wieder vorbei und ich mag noch mehr davon.
Einleitung:
In RE5 schlüpft man in die Rolle von Chris Redfield, der neuerdings für die BSAA arbeitet. An seiner Seite seine neue Partnerin Sheva Alomar. Ebenfalls natürlich eine BSAA-Agentin und Afrikanerin. Anders wie in den bisherigen RE-Teilen weicht Sheva euch hier niemals von der Seite und hilft bei der Ausrottung der “bösen Brut”. Diesmal übrigens in Afrika.
Grafik:
Natürlich gibt es dort wahnsinnige Verbesserungen im Vergleich zum vierten Teil, denn es ist ja PS3. Braucht man ja nicht viel mehr zu sagen. Aber auch für PS3 Standard ist es wirklich super umgesetzt. Die Mimik und vor Allem Gestik der Personen ist sehr originalgetreu. Sieht schon alles sehr sehr menschlich und authentisch aus. Bis auf den Protagonisten Chris Redfield. Sein Gesicht sieht immernoch zu sehr nach Videospiel-Figur aus wobei die Partnerin Sheva wesentlich menschlicher gestaltet ist. Seine Arme sehen aus als könnte er damit Wände kaputthauen. Etwas übertrieben, wie ich finde. Das tut dem Spielspaß aber kaum einen Abbruch, denn man sieht den guten Chris ja eh fast immer nur von hinten und man darf dann öfter Sheva anschauen.
Gameplay:
Was sich die Resident Evil Reihe ja schon seit Teil 4 anhören musste, war, dass es zu actionlastig geworden ist und nichts mehr zu tun hat mit gruseligem Survival-Horror. Das stimmt leider und wurde in Teil 5 auch nicht anders. Viel Action, viel geballer, viele Gegner. Macht aber Spaß. Wer also Survival-Horror spielen will muss zu Dead Space oder Silent Hill Homecoming greifen.
Die größte Neuerung habe ich oben schon angeschnitten: Sheva.
Sie weicht, wie schon erwähnt, nie von Eurer Seite und hilft Euch dabei, die Schauplätze von ausrastenden Afrikanern leerzumachen. Dabei kann man ihr gefundene Waffen, Kräuter, Monition und Granaten geben und von ihr anfordern. Sehr hilfreich ist es wenn man ihr Kräuter oder First-Aid-Spays gibt, denn dann achtet sie immer schön auf die Heilung und man kann sich selbst auf die Ausrottung der Gegner konzentrieren.
Sehr schönes Feature ist dabei, dass man das ganze mit 2 Spielern zocken kann. Über Split-Screen kann man so die ganze Geschichte zu zweit erleben. Das ganze geht übrigens auch über die Online-Funktion. So kann man Online mit jemand Anderen spielen. Das ist schon ziemlich gut gelöst.
Erster Eindruck:
Ich muss trotzdem sagen, dass ich alte Elemente der RE-Reihe vermisse, die ich damals so hoch geschätzt habe. Die Zombies, entstanden durch die ursprüngliche Form des T-Virus. Auch in Teil 5 sind es, auch wie in Teil 4, eher sehr agressive, von Parasiten befallene Kranke. Genau wie eine alte Villa oder eine ausgebrannte Stadt bei Nacht. Sowas fehlt dann doch sehr muss ich sagen.
Nichtsdestotrotz ein sehr gelungenes Spiel und ich bin sehr gespannt, was die Story noch so zu bieten hat, welche Bosse noch so auf mich warten und vor allen Dingen freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Wesker und herauszufinden was aus Jill geworden ist, die angeblich tot sein soll.